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© Eva Kořínková

Westböhmen

Das kleinste Städtchen in Mitteleuropa

Das kleinste Städtchen in Mitteleuropa

Rabštejn nad Střelou (dt. Rabenstein an der Schnella) ist die kleinste Stadt in Mitteleuropa, die nur vier Einwohner vom Titel „Kleinste Stadt der Welt“ trennen. Auf diesem kleinen Stück Land finden Sie jedoch eine hohe Konzentration an interessanten Geschichten und Denkmälern. Die Region rund um die Stadt Manětín, in welcher diese malerische Gemeinde eingebettet ist, kann außerdem mit abenteuerlichen Wanderwegen aufwarten.

Einer Legende nach ließ ein unbekannter Ritter die Burg Rabenstein für einen Fürsten bauen, der den magischen, mit Edelsteinen besetzten Ring des Ritters, den ein Rabe aus seinem Gemach entwendete, gefunden und dem Ritter zurückgegeben hat. Wie es meistens so ist, war die Realität nicht so poetisch, was die Geschichte Rabensteins jedoch nicht minder interessant macht. Die erste schriftliche Erwähnung der Burg stammt aus dem Jahr 1269, als sie im Besitz des Adelsgeschlechts derer von Milhostitz war. Im Jahr 1321 kaufte sie Udalrich von Pflugk, der königliche Unterkammerdiener von Johann von Luxemburg. Udalrich ließ die Burg Rabenstein zu einem bedeutenden Herrschaftssitz ausbauen und eine befestigten Siedlung in der Vorburg errichten, die auf sein Ansuchen hin bereits im Jahr 1337 vom König das Prager Stadtrecht erhielt.

1357 wurde die Burg jedoch von seinen Söhnen an Karl IV. verkauft. Bis ins 18. Jahrhundert hinein wechselte Rabenstein mehrmals ihren Besitzer. Ihre Blütezeit erlebte die Burg wahrscheinlich, nachdem sie 1748 Maximilian Wenzel Lažansky ins seinen Besitz erwarb und an seine unweit gelegene Herrschaft Manětín anschloss. Der Adelsfamilie Lažansky ist es zu verdanken, dass die beiden Gemeinden heute den Titel „Perlen des böhmischen Barocks“ tragen.

Der Name der Stadt Rabenstein an der Schnella hängt mit ihrer Lage am Flüsschen Schnella (tsch. Střela) und wahrscheinlich auch mit der uralten Legende vom Raben und dem gefundenen Ring zusammen. Schließlich ist ja Rabenstein aus den Wörtern „Rabe“ und „Stein“ zusammengesetzt. Die zerfallene Burg am Felsvorsprung wurde im 18. Jahrhundert durch ein Barockschlösschen ersetzt, das das Adelsgeschlecht Pötting erbauen ließ.

Der Name der Stadt Rabenstein an der Schnella hängt mit ihrer Lage am Flüsschen Schnella (tsch. Střela) und wahrscheinlich auch mit der uralten Legende vom Raben und dem gefundenen Ring zusammen. Schließlich ist ja Rabenstein aus den Wörtern „Rabe“ und „Stein“ zusammengesetzt. Die zerfallene Burg am Felsvorsprung wurde im 18. Jahrhundert durch ein Barockschlösschen ersetzt, das das Adelsgeschlecht Pötting erbauen ließ.

1748 ging das Städtchen in den Besitz von Maximilan Wenzel Lažanský über, der es an seine unweit gelegene Herrschaft Manětín anschloss und später zu einer Perle des böhmischen Barocks ausbauen ließ. Rabenstein verlor im Laufe der Zeit jedoch an Bedeutung. Die Abgeschiedenheit vom Zentrum der Herrschaft und die Lage am schmalen Felsen zwischen Klippen standen einer industriellen Entwicklung und dem Bau von weiteren Gebäuden im Weg. Die Bewohner ernährten sich von der kargen Landwirtschaft und vom Handwerk, von dem besonders das Weben von Stoffen erwähnenswert sei. Außer den damals üblichen Handwerksstätten, gab es hier auch zwei Werkstätten für das Bemalen von Spielkarten.

1748 ging das Städtchen in den Besitz von Maximilan Wenzel Lažanský über, der es an seine unweit gelegene Herrschaft Manětín anschloss und später zu einer Perle des böhmischen Barocks ausbauen ließ. Rabenstein verlor im Laufe der Zeit jedoch an Bedeutung. Die Abgeschiedenheit vom Zentrum der Herrschaft und die Lage am schmalen Felsen zwischen Klippen standen einer industriellen Entwicklung und dem Bau von weiteren Gebäuden im Weg. Die Bewohner ernährten sich von der kargen Landwirtschaft und vom Handwerk, von dem besonders das Weben von Stoffen erwähnenswert sei. Außer den damals üblichen Handwerksstätten, gab es hier auch zwei Werkstätten für das Bemalen von Spielkarten.

Die letzte adelige Besitzerin hieß Theresia Seilern-Aspang, geborene Lažansky. Im Jahr 1938 wurde Rabenstein zum Teil des Sudetenlandes erklärt und die tschechischsprachige Minderheit musste die Stadt verlassen. Zusammen mit ihnen wurden auch die beiden letzten jüdischen Familien vertrieben und damit endete die fast 300-jährige Geschichte der jüdischen Gemeinschaft in Rabenstein. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges war es wiederum die deutsche Bevölkerung, die vertrieben wurde, wobei Rabenstein nie ganz wiederbevölkert wurde. Das malerische Städtchen wurde im Laufe der Zeit zu einem beliebten Zweitwohnsitz für Erholungssuchende.

Die letzte adelige Besitzerin hieß Theresia Seilern-Aspang, geborene Lažansky. Im Jahr 1938 wurde Rabenstein zum Teil des Sudetenlandes erklärt und die tschechischsprachige Minderheit musste die Stadt verlassen. Zusammen mit ihnen wurden auch die beiden letzten jüdischen Familien vertrieben und damit endete die fast 300-jährige Geschichte der jüdischen Gemeinschaft in Rabenstein. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges war es wiederum die deutsche Bevölkerung, die vertrieben wurde, wobei Rabenstein nie ganz wiederbevölkert wurde. Das malerische Städtchen wurde im Laufe der Zeit zu einem beliebten Zweitwohnsitz für Erholungssuchende.

Obwohl es den Eindruck erweckt, als hätte das Städtchen mit knapp dreißig Einwohnern und 75 Häusern nichts zu bieten, ist genau das Gegenteil der Fall, denn auf sehr kleiner Fläche sind hier unzählige Denkmäler vertreten. Außer den Burgruinen Rabenstein und Sychrov finden Sie hier eine wunderschöne Kirche, ein Kloster, eine Loreto-Kapelle sowie eine historische Brücke, die als technisches Denkmal unter Schutz steht.

Rund um die Stadt Manětín erwarten Sie außer barocker Perlen am Tag und dem mit Sternen übersäten Himmel bei Nacht auch zahlreiche seltene Tierarten, wie beispielsweise Fledermaus-Kolonien oder sieben der zehn geschützten Eulenarten in Tschechien. Die Region rund um die Stadt Manětín hat Einiges zu bieten. Es ist ein beliebter Treffpunkt für alle, die sich für Geschichte, Natur, Wanderungen, Radsport, Reitsport, Wassersport, Fischfang, Pilzesammeln und Felsenklettern begeistern.

Rund um die Stadt Manětín erwarten Sie außer barocker Perlen am Tag und dem mit Sternen übersäten Himmel bei Nacht auch zahlreiche seltene Tierarten, wie beispielsweise Fledermaus-Kolonien oder sieben der zehn geschützten Eulenarten in Tschechien. Die Region rund um die Stadt Manětín hat Einiges zu bieten. Es ist ein beliebter Treffpunkt für alle, die sich für Geschichte, Natur, Wanderungen, Radsport, Reitsport, Wassersport, Fischfang, Pilzesammeln und Felsenklettern begeistern.

Falls Sie mehr an der Natur als an der Geschichte interessiert sind, dann wird Sie Rabenstein ganz bestimmt nicht enttäuschen, denn das Städtchen liegt mitten im malerischen Naturpark Horní Střela. Sie können beispielsweise den sieben Kilometer langen Lehrpfad Rabštejn–Střela mit 14 Rastplätzen erkunden und die interessantesten Orte in Rabenstein und Umgebung kennen lernen. Sehenswert ist auch der sog. Mühlenpfad (Mlýnská stezka), der die Gemeinden Nečtiny und Manětín verbindet, und Sie auf einer Länge von nur drei Kilometern zu sechs Wassermühlen und einer Hammermühle bringt. Der Lehrpfad mit Schwerpunkt auf den Themenbereichen Wassermühlen, Wasserkraft und die Schönheit des Barocks in der Landschaft führt durch die schöne Natur rund um den Bach Starý potok.

Was Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen sollten, ist die legendäre „Dunkelheit von Manětín“ („manětínská tma": http://manetinskatma.cz/). Hierbei handelt es sich um ein Gebiet mit sehr geringer Lichtverschmutzung, wo alle Interessierten einmalige Erlebnisse beim Beobachten des nächtlichen Himmels erwarten. Die Milchstraße erstreckt sich quer über das Himmelsgewölbe, die Perseiden werden Ihnen buchstäblich zu Füßen fallen und Sie erblicken auch schwach leuchtende Sterne, die Sie anderswo wegen der starken Lichtverschmutzung nicht mehr zu Gesicht bekommen.

Die Region rund um die Stadt Manětín birgt zahlreiche Naturdenkmäler und historische Sehenswürdigkeiten. So wie das benachbarte Städtchen Rabštejn nad Střelou erlebte auch Manětín im 18. Jahrhundert in seiner Blütezeit einen regelrechten Bauboom, den paradoxerweise ein Großbrand im Jahr 1712 einleitete. Nach diesem verheerenden Brand lag die halbe Stadt, inklusive Schloss, Kirche und Schule, in Schutt und Asche. Nach dem tragischen Ereignis ließ die Adelsfamilie Lažansky das Schloss im Barockstil umbauen. In Manětín waren damals solch berühmten Künstler des Barock wie Peter Brandl, Jan Blasius Santini und weitere am Werk.

Die Region rund um die Stadt Manětín birgt zahlreiche Naturdenkmäler und historische Sehenswürdigkeiten. So wie das benachbarte Städtchen Rabštejn nad Střelou erlebte auch Manětín im 18. Jahrhundert in seiner Blütezeit einen regelrechten Bauboom, den paradoxerweise ein Großbrand im Jahr 1712 einleitete. Nach diesem verheerenden Brand lag die halbe Stadt, inklusive Schloss, Kirche und Schule, in Schutt und Asche. Nach dem tragischen Ereignis ließ die Adelsfamilie Lažansky das Schloss im Barockstil umbauen. In Manětín waren damals solch berühmten Künstler des Barock wie Peter Brandl, Jan Blasius Santini und weitere am Werk.

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