© Libor Sváček, archiv CzechTourism

Gotik Prahlen

Prag

Weglänge 4 km Zeitdauer 1 Tag

Unser Spaziergang durch Prag auf den Spuren des Vermächtnisses von Karl IV. wäre keinesfalls vollständig ohne eine Besichtigung der Prager Burg. Diese gehört zu den bedeutendsten Baudenkmälern in Mitteleuropa, und laut dem Guinness-Buch der Rekorde handelt es sich um den größten zusammenhängenden Burgkomplex der Welt. Die Prager Burg ist bereits seit dem 9. Jahrhundert der Sitz der böhmischen Fürsten und Könige. Seit 1918 haben hier auch die Präsidenten der Republik ihren Sitz. Die Burg ist nicht nur ein erstaunliches Beispiel der Kunst der Baumeister und Handwerker längst vergangener Zeiten, sondern auch ein Symbol der tschechischen Staatlichkeit.

Unsere erste Station ist die monumentale Kathedrale St. Veit, St. Wenzel und St. Adalbert, die gewöhnlich nur St.-Veits-Dom genannt wird. Es handelt sich um die bedeutendste tschechische katholische Kirche, die bereits seit dem 10. Jahrhundert Sitz des Bischofs der Prager Diözese war. Diese wurde im Jahr 1344 – drei Jahre vor Karls Krönung zum böhmischen König – zur Erzdiözese erhoben. Gerade aus diesem Anlass wurde der Bau einer dreischiffigen gotischen Kathedrale mit drei Türmen in Angriff genommen. Der Bau wurde später von den religiösen Hussitenkriegen unterbrochen und endgültig erst im Jahre 1929 anlässlich des tausendsten Jahrestages des Todes des des heiligen Wenzels, des Gründers der ursprünglichen Kirche und Schutzpatrons der böhmischen Länder, vollendet. Dieser ist im Dom ebenso wie Karl IV. selbst beigesetzt.

Bei einer Besichtigung des Doms sollten Sie auch auf den fast einhundert Meter hohen Südturm aufsteigen. Dabei müssen Sie fast dreihundert Stufen bewältigen, aber die Aussicht ist es wert. Mit dem Bau begann in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts der legendäre Peter Parler. Es ziert ihn eine Uhr, deren Anfertigung in der Werkstatt von Hans Bechler in das 1587 datiert wird, als das Land durch Rudolf von Habsburg regiert wurde. Einzigartig ist sie durch ihre zwei Zifferblätter, von denen das obere die Stunden und das untere die Viertelstunden anzeigt. Der Aussichts-Umgang in 56 m Höhe bietet einen atemberaubenden Blick auf die Prager Burg und ganz Prag.

Gehen Sie weiter zur Kapelle des Kollegiatkapitels Allerheiligen, das 1339 durch den damaligen mährischen Markgrafen Karl gegründet wurde. Seine weitere Entwicklung wurde bedeutend durch die Entscheidung Karls IV. vom Jahre 1366 beeinflusst, nach der die geistlichen Ämter im Kapitel von da an jeweils durch Professoren der Prager, heute der Karlsuniversität, zu besetzen seien. Unter den Priestern finden wir daher durch alle Jahrhunderte hindurch die bedeutendsten Persönlichkeiten und Gelehrten ihrer Zeit. Unter normalen Umständen kann man die Kapelle lediglich von außen ansehen, das Innere ist nur während der regelmäßigen Gottesdienste zugänglich.

Als nächstes begeben wir uns in die authentischen Räume der gotischen Etage des Alten Königspalastes. Seit 2004 gibt es hier eine außergewöhnliche Ausstellung, welche die tausendjährige Geschichte dieses Ortes dokumentiert. Den Hauptteil der Exposition bilden vor allem Originalstücke aus den Sammlungen der Prager Burg. Nach dem intensiven Erlebnis der Besichtigung der Prager Burg kommt ein Spaziergang durch die sechs wunderschönen Gärten, welche die Prager Burg umgeben und ein hervorragendes Beispiel der Gartenarchitektur sind, an die Reihe. In den Gärten sind darüber hinaus auch einige historische Gebäude zu sehen: die Ballspielhalle, das Lustschloss der Königin Anna oder der von Rudolf II. angelegte Löwenhof. Dieser war eigentlich der erste Prager Zoo und existierte bis 1740. Heute beherbergt er ein romantisches Restaurant.

Wenn Sie der Spaziergang durch die Gärten noch nicht zu sehr ermüdet hat, gehen Sie von der Burg aus weiter auf den nahen Hügel Petřín und schauen Sie sich auch die Hungermauer an. Die Legende berichtet, dieses Bauwerk habe keine praktische Bedeutung gehabt, sondern der aufgeklärte Karl IV. habe nur den Arbeitslosen Arbeit geben wollen. In Wirklichkeit handelt es sich aber um ein sinnvolles System zum Schutz der Kleinseite und des Burgviertels Hradčany. Die Mauer hat sich zwar nicht vollständig bis in die Gegenwart erhalten, aber die noch stehenden Abschnitte verdienen durchaus Ihre Aufmerksamkeit. Vom Petřin bringt Sie eine Standseilbahn wieder hinunter ins Stadtzentrum, genauer gesagt auf die Kleinseite, wie der historische Teil der Stadt links der Moldau genannt wird.

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