Auf den Spuren der Anfänge von Marienbad

Tepl, Marienbad

Weglänge 32 km Zeitdauer 1 Tag

Anfang
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Der Ausgangspunkt, die Ortschaft Branišov (Branischau), befindet sich ca. 40 Autominuten von Pilsen (Plzeň), Karlsbad (Karlovy Vary) und Marienbad entfernt.

Blasiuskirche in Branischau Martin Mojžíš

1. Blasiuskirche in Branischau

Schon im Mittelalter schrieben die Menschen der unauffälligen Anhöhe über dem heutigen Branišov magische Kräfte zu. Im 14. Jahrhundert entstand hier angeblich eine eher kleinere Kirche, über die uns heute aber keine Informationen mehr vorliegen. In der Barockzeit errichtetet man hier eine kleine Wallfahrtskirche, die dem Schutzpatron der Weber, dem hl. Blasius, geweiht war, zu dem mehrmals im Jahr Wallfahrten unternommen wurden, bei denen die Pilger Kreuze und Fahnen trugen und religiöse Lieder sangen. 1957 aber brannte die Kirche nach einem Blitzeinschlag nieder, sodass man heute nur noch ihre Ruinen sehen kann. Dem einzigartigen Genius loci aber tat dies keinen Abbruch.

Wenn Sie genügend Zeit haben, sollten Sie den Besuch der Kirchenruine noch um einen kurzen Spaziergang um den Blasiusteich bereichern. Es führt dort ein Lehrpfad entlang, der mit interessanten Informationen über die hiesige Natur und die Geschichte der umliegenden Dörfer aufwarten kann, die bis ins tiefe Mittelalter zurückreicht.

Kloster TeplZdeněk Thoma

Bei einem Besuch des Klostergeländes werfen Sie unbedingt auch einen Blick auf die sog. Horznata-Linde, die nach dem Stifter des Klosters benannt ist, dem Gaugrafen und Kreuzzugsteilnehmer Hroznata von Ovenec. Der gewaltige, über 40 m hohe Baum, ist nach Ansicht von Botanikern mehr als 250 Jahre alt.

10 km

2. Kloster Tepl

Ein in der Vergangenheit mächtiges und reiches Prämonstraten­serkloster, dessen Mönche im Jahre 1779 als erste die Heilkraft der eisenhaltigen Quellen entdeckten, die in den nahegelegenen Wäldern aus der Erde traten, wo Abt Karl Kaspar Reitenberger dann die ersten Häuser des künftigen Marienbad errichten ließ. Die Geschichte des Klosters aber reicht noch erheblich weiter zurück, genauer gesagt bis ins Jahr 1193, wobei es Zeuge vieler bewegender Ereignisse wurde – der Konvent wurde mehrere Male geplündert und niedergebrannt, und ein ums andere Mal erwog man auch seine Aufhebung. Das heutige Aussehen des Klosters geht größtenteils auf den Umbau nach Plänen Christoph Dientzenhofers zurück, der den Startschuss bildete für eine Ära außerordentlicher wirtschaftlicher Prosperität. Dank der 2015 abgeschlos­senen Runderneuerung erhielten die prachtvollen Barocksäle ihren früheren Glanz zurück, sodass es neben der ursprünglich gotischen Verkündigungskirche auch ein reichverziertes Refektorium und eine imposante Bibliothek zu bewundern gibt, die mit ihren mehr als 100 Tsd. Bänden zu den größten historischen Bibliotheken auf tschechischem Boden gehört.

Öffnungszeiten

Februar – April: Mo-Sa 9:00–15:30*, So 11:00–15:30*
Mai – September: Mo-Sa 9:00–17:00*, So 11:00–17:00*
Oktober – Dezember: Mo-Sa 9:00–15:30*, So 11:00–15:30*
* Uhrzeit der letzten Besichtigung

2 km

3. Dreifaltig­keitskapelle Tepl

Bei einem Spaziergang durch die Gemeinde Teplá sollte man der an das Areal des früheren Spitals stoßenden achteckigen Kapelle die ihr gebührende Aufmerksamkeit schenken. Sie ist das Werk Christoph Dientzenhofers, der sie zu einem Zeitpunkt projektiert hatte, als er mit dem Umbau des nahegelegenen Klosters beschäftigt war.

Dreifaltigkeit­skapelle TeplJan Borecký, archiv města Teplá

Park Boheminium Marienbad Boheminium

12 km

4. Park Boheminium Marienbad

Die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Tschechischen Republik innerhalb einer einzigen Stunde abgehen? Dies ist nur hier möglich, im Boheminium, nur ein Katzensprung von Marienbad entfernt. In unmittelbarer Nähe des Naturparks gibt es auch präzise gefertigte Verkleinerungen einiger Barockschätze zu sehen – z.B. des Schlosses Karlskrone (Karlova koruna) oder der Wallfahrtskirche des hl. Johannes Nepomuk auf Zelená hora (Grüner Berg).

Öffnungszeiten

15. März – 20. November: Mo-So 10:00–18:00
Juli und August: 10:00–19:00

4 km

5. Marienbad

Marienbad entstand, als die Barockzeit gerade zu Ende ging. Und sein Aufschwung bedeutete weitere Jahre der Prosperität des Klosters Tepl. Eine wichtige Rolle in der Gründungsgeschichte dieses Kurortes spielte der Klosterarzt Johann Nepomuk Nehr, der die anfänglich noch misstrauischen Brüder mit viel Geduld dazu überreden musste, die hiesigen Quellen langfristig zu benutzen. Und als die Mönche dann eine Verbesserung ihrer gesundheitlichen Verfassung meldeten und mit größerem Appetit ihre Mahlzeiten einnahmen, gewann er auch die Gunst des Abtes Reitenberger. Die Benennung des Kurortes nach der Jungfrau Maria, war wohl ein Erbe des ausklingenden Barock – in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts nämlich erreichte der sog. Marienkult in Böhmen seinen Höhepunkt, es wurden Massenmarienwa­llfahrten veranstaltet, und der Jungfrau Maria geweihte Kirchen schossen wie Pilze aus dem Boden. Um sich in ganz Europa einen Namen zu machen, reichten Marienbad nur ein paar wenige Jahrzehnte. Das Renommee der Stadt profitierte nicht zuletzt auch von den Kuraufenthalten berühmter Persönlichkeiten, stellvertretend für viele andere nennen wir Johann Wolfgang von Goethe und Richard Wagner.

6. Hauptkolonnade

Auf die barocken Wurzeln Marienbads verweist auch die Hauptkolonnade aus den Jahren 1888/89, errichtet im neobarocken Stil nach Projekten der Wiener Architekten Miksch und Niedzielski. Die einzigartige gusseiserne Konstruktion mit Deckenfresken von Josef Vyleťal gilt als Juwel der europäischen Bäderarchitektur.

MarienbadLibor Sváček

Dort, wo sich heute die Stadt Marienbad erstreckt, war ursprünglich eine Moorlandschaft. Das Hauptverdienst, diese in einen Kurort umgewandelt zu haben, gebührt dem genialen Architekten Václav Skalník, der dieses Gebiet entwässern und dann wunderschöne Parks und Gärten anlegen ließ, die auch heute noch zu den meistbewunderten in Europa gehören. Sollten Sie etwas Zeit mitbringen, genießen Sie doch die hiesige Atmosphäre bei einem Spaziergang von der Hauptkolonnade bis zur Ferdinandquelle zwischen blühenden Blumenbeeten. Skalníks Werk kann nun nach zwei Jahrhunderten auf eine weitere große Anerkennung hoffen, Marienbad nämlich setzt sich dafür ein, dass sein einzigartiges urbanistisches Zentrum in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wird.

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