Zu den Barockperlen Prags

Prag

Weglänge 6 km Zeitdauer 2 Tagen

Anfang
Wie Sie an den Ausgangspunkt gelangen

Der einfachste Weg zum Kloster Strahov ist mit der Straßenbahn Nr. 22. Aussteigen müssen Sie an der Haltestelle Pohořelec.

Mit der Straßenbahn gelangen Sie auch am besten zur Kirche Maria vom Siege, den Startunkt für den zweiten Erkundungstag des Prager Barock. An der Haltestelle Hellichova halten gleich mehrere Linien.

Kloster Strahov Ladislav Renner

1. Kloster Strahov

Beginnen Sie Ihre Entdeckungsreise zu den Barockperlen Prags mit einer Dominanten der Stadt, dem Prämonstraten­serkloster Strahov. Dieser älteste Prämonstraten­serkonvent in Böhmen gehört seit seiner Gründung zu den bedeutendsten Bildungszentren des Landes, und so verwundert es auch nicht, dass es gerade seine einzigartige Barockbibliothek ist, die mit die meisten Besucher anlockt. Ihr Bücherfonds, der seit Gründung des Klosters in der Mitte des 12. Jahrhunderts kontinuierlich erweitert wurde, besteht aus mehr als 200 Tsd. Bänden. Einen Teil davon kann man in den prunkvollen und reich verzierten Bibliothekssälen bewundern. Der Philosophische Saal überrascht mit einer wunderschönen Barockmalerei, die sich über die gesamte Decke erstreckt. Im Theologischen Saal sei eigens auf ein ungewöhnliches Studienhilfsmittel hingewiesen, ein sog. Kompilationsrad, mit dessen Hilfe man mehrere Bücher gleichzeitig studieren kann. Viele weitere Exponate bekommt man zudem im hiesigen Kuriositätenka­binett zu sehen.

Öffnungszeiten

Täglich 9:00–12:00, 13:00–17:00

Nach jeder vollen Stunde erklingen im Uhrturm des Loreto 27 Glocken des hiesigen Glockenspiels, das wohl seinesgleichen sucht, zumindest europaweit handelt es sich hierbei um das größte Kirchenglockenwerk überhaupt. Installiert wurde es in den Jahren 1683–1694 von dem Amsterdamer Stadtglöckner Claudy Fremy. Ein echtes Erlebnis sind die Konzerte der Loreto-Carillons, die zumeist an Sonn- und Feiertagen dargeboten werden.

400 m

2. Loreto

Die Frontseite des Prager Loreto ist ein Meisterwerk des genialen Architekten Christoph Dientzenhofer und seines nicht weniger begabten Sohnes Kilian Ignatz. Neben der reich ausgeschmückten Christi-Geburts-Kirche sollte man sich auch unbedingt die sog. Casa Santa und die Exponate aus der unvergleichlichen Loreto-Schatzkammer anschauen. Besonderes Augenmerk verdient hier die sog. Prager Sonne, eine imposante Monstranz, die mit sage und schreibe 6 222 Diamanten besetzt ist.

Öffnungszeiten

  1. April-31. Oktober: Täglich 9:00–17:00
  2. November-31. März: Täglich 9:30–16:00
http://www.loreta.cz
650 m

3. Prager Burg

Die Barockzeit hat auch auf der Prager Burg Spuren hinterlassen. Ihre sichtbarste Hinterlassenschaft sind die monumentalen Giganten des Bildhauers Ignatz Franz Platzer, die den Eingang zum ersten Ehrenhof bewachen. Als Beispiel barocker Architektur wäre sodann das repräsentative Matthias-Tor auf dem gleichnamigen Burghof zu nennen, das einst für sich alleine stand und das Burggelände vom heutigen Hradschiner Platz (Hradčanské náměstí) trennte.

Öffnungszeiten

1. April-31. Oktober: Areal – täglich 6:00–22:00; Besucherobjekte – täglich 9:00–17:00
1. November-31. März: Areal – täglich 6:00–22:00; Besucherobjekte – täglich 9:00–16:00

Prager Burg Martin Rak

Öffnungszeiten

April: täglich 10:00–18:00
Mai – September: täglich 10:00–19:00
Oktober: 10:00–18:00

750 m

4. Palastgärten am Fuße der Prager Burg

Eine der schönsten Ansichten auf das Panorama der Prager Altstadt bieten die Terrassen der Palastgärten unterhalb der Prager Burg. Diese unvergleichlich schön gelegenen Barockgärten hatten im 18. Jahrhundert die reichen Adelsfamilien anlegen lassen, die die anliegenden Palais soeben erworben hatten. Zur standesmäßigen Gestaltung der Gärten wurden renommierte Architekten engagiert, die die Beengtheit der Kleinseitner Hänge dazu nutzten, originelle Kompositionen zu schaffen. Auf diese Weise entstand ein einzigartiger Komplex miteinander verbundener Gärten mit romantischen Winkeln, Wasserfontänen, engen Treppen, einem reichen Figurenschmuck und kleinen Altanen.

600 m

5. Waldstein-Garten

Diese Oase der Stille auf der Kleinseite ist zugleich eines der besten Beispiele der frühbarocken böhmischen Architektur. Nicht entgehen lassen sollten Sie sich hier die künstliche Höhle, die sog. Grotte, wobei Sie zum lustigen Zeitvertreib beim Anblick ihrer Tropfsteine ja einmal darüber nachdenken können, an welches Gesicht, das Sie kennen, oder an welches Tier Sie der eine oder andere Stein erinnert.

Nikolauskirche auf der Kleinseite Martin Rak

Aus einer etwas anderen Perspektive vermittelt Ihnen die Geschichte der Nikolauskirche die Ausstellung in deren Glockenturm, von dessen Spitze sich einem ein wunderschöner Blick auf die Stadt bietet. Der Glockenturm hat nie der Kirche gehört und diente lange Zeit als Türmerstube. In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts richtete sich die Staatssicherheit hier gemütlich ein, deren Angehörige von hier aus die amerikanische und die jugoslawische Botschaft abhörten.

1 km

6. Nikolauskirche auf der Kleinseite

Die Kleinseitner Nikolauskirche ist zweifellos eine der schönsten Barockkirchen Prags und nach Meinung nicht weniger einer der größten Juwelen der europäischen Architektur. Ihr Bau nahm fast ein halbes Jahrhundert in Anspruch. Federführend waren dabei insgesamt drei Generationen einer berühmten Architektenfamilie – Christoph Dientzenhofer, sein Sohn Lilian Ignatz und Kilians Schwiegersohn Anselmo Lurago. Den größten Genuss ziehen Sie aus dieser unvergleichlichen Komposition des Kircheninnenraums von der Galerie um das Mittelschiff aus, von wo man die eindrucksvolle Kuppel, das meisterhaft ausgeführte Deckenfresko, das zu den größten Europas zählt, und die gewaltige Orgel, auf der während seines Prag-Besuchs schon Wolfgang Amadeus Mozart spielte, bewundern kann.

Öffnungszeiten

März – Oktober: täglich 9:00–17:00
November – Februar: täglich 9:00–16:00

Öffnungszeiten des Glockenturms

November – Februar: täglich 10:00–18:00
März: 10:00–20:00
April – September: 10:00–22:00
Oktober: 10:00–20:00

Anfang

7. Prager Jesulein, Kirche Maria zum Sieg

Die Wachsfigur des kleinen Jesuskindes, die angeblich geheime Wünsche erfüllen und Wunder vollbringen kann, gelangte zwar schon im 16. Jahrhundert als Hochzeitsgeschenk von Spanien nach Prag, aber erst in der Barockzeit breiteten sich die Gerüchte von den magischen Kräften des Prager Jesulein in ganz Europa aus. Im Jahre 1655 wurde die Figur des Jesuskindes erstmals feierlich vom Prager Bischof gekrönt, die neues Krone ist eine Widmung von Papst Benedikt XVI.

Prager Jesulein, Kirche Maria zum Sieg Petr Hron

Karlsbrücke Dagmar Veselková

Gleich bei der Johannes-Nepomuk-Statue ist mit einem Kreuz die Stelle markiert, von wo der Heilige im Jahre 1393 in die Moldau gestürzt wurde. Wie es heißt, erfüllen sich einem alle geheimen Träume, wenn man seine Hand beim Aussprechen des betreffenden Wunsches so auf das Kreuz legt, dass jeder Finger einen der auf ihm angebrachten Sterne berührt.

1,1 km

8. Karlsbrücke

Ein Spaziergang über die Karlsbrücke ist wie der Besuch einer Kunstgalerie unter freiem Himmel. Der einzigartige Figurenschmuck – das Werk der größten Bildhauermeister des böhmischen Barock – stellt ein Pantheon der wichtigsten böhmischen Heiligen dar und gehört mit seiner Buntheit und seinem Umfang zu den größten Europas. Die erste Figur, der ikonische Johannes Nepomuk, ein Werk Matthias Rauchmüllers nach einem Entwurf Johann Brockhoffs, wurde schon im Jahre 1683, anlässlich des 290. Todestages dieses Heiligen auf der Brücke installiert. Über den einzigartigen Figurenschmuck der Karlsbrücke sowie auch über deren bewegende Geschichte, einschließlich mehrerer Hochwasserkatas­trophen, erfahren Sie mehr in dem interaktiven Museum der Karlsbrücke, das sich am Kreuzritterplatz (Křížovnické náměstí) befindet.

Öffnungszeiten des Museums Karlsbrücke

Mai – September: täglich 10:00–20:00
Oktober – April: täglich 10:00–18:00
Nähere Informationen: http://www.muzeumkarlovamostu.cz/

200 m

9. Kirche des hl. Franz von Assisi

Diese unübersehbare Kirche mit ihrer 41 Meter hohen Kuppel wurde Ende des 17. Jahrhunderts nach einem Projekt von Jean-Baptist Mathey errichtet. Neben ihrer reichen Ausschmückung ist vor allem auch ihre Orgel aus dem Jahre 1702, die älteste Barockorgel Prags, zu erwähnen, deren Klang man anlässlich der hier veranstalteten regelmäßigen Konzerte sakraler Musik genießen kann.

Salvatorkirche Michal Vitásek

100 m

10. Salvatorkirche

Diese Kirche, an deren Bau gleich mehrere Architekten beteiligt waren, so etwa Carlo Lurago, Francesco Caratti und Franz Maximilian Kaňka, beeindruckt vor allem durch ihren reichen Figurenschmuck aus der Werkstatt Johann Georg Bendls. Bendl war auch an den Stuckarbeiten auf der Innenseite der auf ungewöhnliche Weise gelösten Kuppel der Kirche beteiligt. Besonderes Augenmerk verdient auch der wunderschöne Beichtstuhl.

200 m

11. Clementinum

Das frühere Jesuitenkolleg avancierte in der Barockzeit zu einem bedeutenden Zentrum der Entfaltung der Human- und Naturwissenschaf­ten. Die Barockbibliothek des Clementinum mit ihren kostbaren Globen und einer imposanten Deckenmalerei wurde von den Lesern des populären amerikanischen Servers Bored Panda zur schönsten Bibliothek der Welt gewählt. Weitere Unikate des Clementinums sind die Spiegelkapelle mit ihrer eindrucksvollen Stuckverzierung und einer ungewöhnlichen Handhabung der Deckenspiegel. Im Rahmen des Besichtigungsrun­dgangs geht es auch hinauf auf den astronomischen Turm, der an die hier einst betriebenen astronomischen Forschungen und die Tradition der meteorologischen Messungen erinnert. In der ältesten bis heute funktionierenden meteorologischen Station Mitteleuropas werden schon seit 1775 – ohne Unterbrechungen – Messungen durchgeführt.

Öffnungszeiten

Januar – Februar: täglich 10.00–16:30
März – Oktober: täglich 10:00–18:00
November – Dezember: täglich 10:00–17:30
http://www.klementinum.com

Clementinum Lukáš Žentel

Klausen-Synagoge Irena Brožová

Sie können einen Besuch der Klausen-Synagoge mit einem Spaziergang über den nahegelegenen Alten Jüdischen Friedhof verbinden, dessen älteste Grabsteine aus dem 15. Jahrhundert stammen. Eine ganze Reihe von Grabsteinen geht auch auf die Barockzeit zurück.

500 m

12. Klausen-Synagoge

Einen etwas anderen Blick auf das barocke Prag erleben Sie bei einem Besuch der größten Synagoge der alten Prager Judenstadt. Die Klausen-Synagoge war im Jahre 1689 ach einer verheerenden Brandkatastrophe errichtet worden. Heute beherbergt sie eine Ausstellung über jüdische Traditionen und Gebräuche.

Öffnungszeiten

Januar – März: 9:00–16:30
April – Oktober: 9:00–18:00
November – Dezember: 9:00–16:30

Details anzeigen

Schlieβen

Interakce s mapou Zavřít mapu

Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der Nutzung erkläre ich mich einverstanden. Ich stimme zu

Anmeldung

Sie sind schon registriert?

Registrierung

Vergessene Passwort

Bedingungen

Svou registrací uživatel vyjadřuje souhlas, aby jeho e-mailová adresa mohla být využita pro účely evidence a pro marketingové účely agentury CzechTourism v souladu se zákonem č. 101/2000 Sb., o ochraně osobních údajů jakož i pro zasílání obchodních sdělení prostřednictvím elektronických prostředků dle zákona č. 480/2004 Sb., o některých službách informační společnosti i prostřednictvím třetích osob pověřených provozovatelem. Zároveň prohlašuji, že jsem byl poučen ve smyslu § 11 zákona č. 101/2000 Sb., o ochraně osobních údajů o tom, že poskytnutí osobních údajů k výše uvedenému účelu je dobrovolné.

Registriere dich jetzt!

Gefallen Ihnen unsere Geschichten? Loggen Sie sich ein und speichern Sie Ihre Favoriten.

Mit Facebook registrieren