Enfiladen und andere Sehenswürdigkeiten auf Schloss Valtice/Feldsberg

Feldsberg

Weglänge 33 km Zeitdauer 2 Tagen

Anfang

Wie Sie zum Ausgangspunkt gelangen

Mit dem Zug gelangen Sie über Břeclav oder Znojmo nach Valtice, mit dem Bus ist dies von Mikulov/Nikolsburg (oder Brno/Brünn mit Umsteigen) aus möglich.

Vom Bahnhof Valtice-město (Valtice-Stadt) sind es bis zum Schloss noch ca. 800 Meter entlang der Hauptstraße (die rote Wanderwegmarkierung entlang).

Wo man Fahrräder leiht

Ein Fahrradverleih befindet sich direkt in Valtice, nur ein Katzensprung vom Schlossareal entfernt, in der Straße Petra Bezruče (gegenüber der Augustinuskirche, http://www.cykloraj.com/), oder etwas weiter vom Zentrum entfernt in der Straße K lesíku (http://www.huranakolo.cz).

Außerdem gibt es auch noch einen Fahrradverleih in Lednice in der Straße Břeclavská.

http://www.puj­covnakol.cz/kon­takty.html

Oder aber nehmen Sie die Dienste der Firma Fun Morava in Anspruch und lassen Sie sich ein Fahrrad genau dorthin bringen, wo sie es brauchen. http://www.funmorava.cz/

 

1. Schloss Valtice/Feldsberg

Die Residenz der bedeutenden Adelsfamilie der Liechtensteiner ist einer der anschaulichsten Beispiele dafür, wie das Leben des höchsten Adels zur Barockzeit aussah. Das weitläufige Barockgelände, zu dem neben dem Schloss selbst auch eine große Reitschule und andere Wirtschaftsgebäude gehören, entstand durch den kontinuierlichen Umbau der gotischen Burg. Diese baulichen Anpassungen zogen sich über das ganze 17. und 18. Jahrhundert. Verantwortlich zeichnete dafür eine ganze Reihe renommierter Persönlichkeiten, so etwa der Hauptarchitekt des Wiener Kaiserhofs, Giovanni Battista Carlone. Der einfache Besichtigungsrun­dgang führt durch wunderschön verzierte Repräsentation­ssäle, wo neben anderen erlauchten Gästen auch Kaiser Franz Joseph I. und Kanzler Klemens Metternich immer wieder mal zu einem Aufenthalt verweilten. Beim Rundgang durch das Schloss werden Sie mit Ihrem Allgemeinwissen Eindruck schinden können, sofern Sie schon vorher in Erfahrung bringen konnten, was eine Enfilade ist. Es ist dies eine beliebte Frage der Schlossführer – Valtice nämlich ist eines der wenigen Schlösser, die sich dieses für den Barock so typischen architektonischen Stilelements rühmen können.

Öffnungszeiten

April: Di-So 9:00–16:00
Mai, Juni, September: Di-So 9:00–17:00
Juli-August: Mo-So 9:00–17:00
Oktober: Di-So 9:00–15:00
November: Sa-So 10:00–14:00
https://www.zamek-valtice.cz

Schloss Valtice/Feldsberg Aleš Motejl

Das barocke Schlosstheater

Das einzigartige spätbarocke Theater entstand im Jahre 1790 anlässlich des Besuchs Kaiser Leopolds II. in Feldsberg. Auch eine der Kompositionen von Leopolds Liebling Wolfgang Amadeus Mozart erklang hier zum ersten Mal. Die Bühne, die über einen raffiniert durchdachten Mechanismus aus Holz zum Bewegen der Kulissen und zur Erzeugung von Klangeffekten verfügte, erlitt im Zweiten Weltkrieg schwere Schäden, und das definitive Ende bedeuteten dann die in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts vorgenommenen unsensiblen baulichen Anpassungen des Gebäudes. 20145/15 erfolgte eine aufwendige Runderneuerung, deren Ergebnis eine getreue Kopie des ursprünglichen Theaters ist. Heute haben Sie im Rahmen einer interaktiven Besichtigung selbst die Möglichkeit, nachvollziehen, wie schwierig es war, die komplizierte Theatermaschinerie zu steuern oder beispielsweise Regen und Donner zu erzeugen. Eine Besichtigung des Theaters ist nur in der Sommersaison möglich.

Öffnungszeiten

September – Juni: geschlossen
Juli – August: Mo-So 10:00–16:00

Das barocke Schlosstheate­rArchiv Centrály cestovního ruchu jižní Moravy

 

Die Schlosskapelle

Bei einem Besuch des Schlosses sollten Sie sich auf jeden Fall auch die wunderschön verzierte Barockkapelle anschauen, sie gehört zu den schönsten ihrer Art auf tschechischem Boden. Ihre Innenausstattung ist das Meisterwerk des berühmten italienischen Architekten und Dekorationsmalers Antonio Beduzzi, der die Baupläne lieferte, die Kapelle mit Fresken verzierte und auch den Figurenschmuck entwarf.

Sollten Sie in Sachen Barockkunst eine kurze Pause einlegen wollen, so können Sie dies wohl am besten im Feldsberger Kräutergarten Tiree Chemlar, der sich gleich neben dem Schloss befindet. Dort werden Sie so manches Wissenswerte über die Kunst des Kräutersammelns erfahren. In Feldsberg werden seit dem 17. Jahrhundert, als hier das Hospital des Ordens der Barmherzgen Brüder entstand, Kräuter gezüchtet. Der heutige Garten knüpft erneut an diese Tradition an. Man findet hier rund 300 Kräuterarten, die für Heilzwecke, zum Färben von Textilien oder als Gewürze verwendet werden.
 http://bylinkovazahradavaltice.cz/

Mariä-Himmelfahrt-KircheArchiv Centrály cestovního ruchu jižní Moravy

300 m

2. Mariä-Himmelfahrt-Kirche

Beim Bau dieser monumentalen Kirche wurde der Ruf Giovanni Giacomo Tencallas, eines führenden Architekten der Barockzeit, nachhaltig geschädigt. Der Hofarchitekt der Liechtensteiner war schon mit Erfolg an den Umbauarbeiten des Schlosses in Lednice/Eisgrub und Valtice/Feldsberg beteiligt, und die neue Pfarrkirche in Valtice sollte nun sein Meisterwerk werden. Im Jahre 1638 aber, rund ein Jahr nach Fertigstellung des Rohbaus, stürzte das Gewölbe der Mittelkuppel ein. Tencalla wurde augenblicklich aus den Diensten der Liechtensteiner entlassen. Die Fertigstellung des Baus zog sich dann unerwarteterweise noch lang dahin (und verteuerte sich). Geweiht wurde sie erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts, wobei die Fertigstellun­gsarbeiten noch weitere Jahrzehnte in Anspruch nahmen. 1750 wurde die Orgel installiert. Diese stammte aus der Werkstatt des berühmten österreichischen Orgelbauers Johann Hencke. Es ist jene Orgel, die auch dem alljährlichen Valticer Festival der ernsten Musik seinen Namen gab.

400 m

3. Augustinuskirche

Die dritte bedeutende barocke Sehenswürdigkeit in Valtice ist neben Schloss und Kirche der Konvent des Ordens der Barmherzigen Brüder, der im Jahre 1605 auf Einladung der Liechtensteiner nach Südmähren gekommen war und in Feldsberg das erste Spital nördlich der Alpen gründete. Bestandteil des Konvents war auch die Augustinuskirche, deren Grundstein im Jahre 1671 gelegt wurde.

 

Mariensäule

Die frühbarocke Säule wurde in den Jahren 1680–1690 auf Anordnung von Fürst Karl Eusebius von Liechtenstein errichtet. Sie erinnert an die Opfer der Pestepidemie, von der Feldsberg im 17. Jahrhundert mehrfach heimgesucht wurde.

 

Weinlehrpfad

In der Region Valtice reifen dank der sonnigen Hänge und des guten Bodens die besten Weinreben des ganzen Landes. Jenen, die über die hiesigen Rebsorten und Winzertraditionen mehr erfahren möchten, sei der rund 5 km lange Weinlehrpfad empfohlen, der zwischen den Weinbergtrassen bis zur nahegelegenen Kolonnade auf dem Reistenberg/Re­istna führt.

 

Augustinuskir­cheArchiv Centrály cestovního ruchu jižní Moravy

Valticko Ivanka Čištínová

Kolonnade auf dem Reistenberg Jan Miklín

Die Kolonnade auf dem Reistenberg befindet sich an einer Stelle, wo in der Mitte des 20. Jahrhunderts die streng bewachte Grenze des Eisernen Vorhangs verlief. Die Arbeit der damaligen Grenzwächter versucht das unweit gelegene Museum des Eisernen Vorhangs zu veranschaulichen.

3 km

Kolonnade auf dem Reistenberg

Von dem sanften Hang aus bietet sich dem Betrachter eine wunderschöne Aussicht auf Valtice und das gesamte Lednice/Valtice-Areal. Die Aussichtskolonnade wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von dem Architekten Joseph Hartmuth (u.a. der Erfinder des gewöhnlichen Bleistifts und Gründer der Fabrik Koh-i-Noor) errichtet. Die Liechtensteiner hatten sich dabei von der berühmten Gloriette im Schlossgarten von Schloss Schönbrunn in Wien inspirieren lassen.

Öffnungszeiten

(10:00–17:00)
März, April, Oktober, November: Sa, So, Feiertage 10:00–17:00
Mai, Juni, September: Fr, Sa, So, Feiertage 10:00–17:00
Juli, August: täglich 10:00–17:00

2,8 km

Feldsberg unterirdisch

Gönnen Sie sich am Ende des Tages ein paar angenehme Stunden in einem einzigartigen Labyrinth aus 13 miteinander verbundenen Weinkellern und erleben Sie eine unvergleichliche Atmosphäre der sog. Valticer Unterwelt, wo die hiesigen Winzer ihre besten Erzeugnisse anbieten.

Feldsberg unterirdischArchiv Centrály cestovního ruchu jižní Moravy

Anfang

Schloss Valtice/Feldsberg

Schon seit den Zeiten des Barock waren die Liechtensteiner bestrebt, die sanft gewellte Landschaft zwischen Feldsberg und Eisgrub noch schöner zu gestalten. So legten sie im Jahre 1715 beispielsweise die heutige Bezručova-Allee an, die die beiden Schlösser miteinander verbindet. Die deutlichsten Spuren aber hinterließ in der heutigen Geländeform das 19. Jahrhundert, in dem unter dem Einfluss der Romantik zwischen Alleen und Teichen eine Vielzahl von kleineren Bauten entstand. Angesichts des sanften Terrains empfiehlt sich hier als praktischstes Fortbewegungsmittel zur Erkundung der Umgebung das Fahrrad.

Schloss Valtice/Feldsberg

Lustschloss BelvedereArchiv Centrály cestovního ruchu jižní Moravy

1,5 km

4. Lustschloss Belvedere

Das Empire-Schlösschen auf dem Gelände einer ehemaligen Fasanerie war ursprünglich angeblich mit chinesischen Motiven verziert. Ende des 19. Jahrhunderts erlitt es bei einem Brand schwere Schäden und verfiel dann zusehends. Die runderneuerten Innenräume werden am 1.9.2017 wieder für den Publikumsverkehr freigegeben.

4 km

5. Grenzschlösschen

An der Fassade der klassizistischen Sommerresidenz am Ufer des Hlohovecer Teichs ist heute noch die deutsche Aufschrift „Zwischen Österreich und Mähren“ zu lesen. Genau durch die Mitte dieses Gewässers nämlich führte einst die Grenze zwischen der Markgrafschaft Mähren und Niederösterreich.

Grenzschlössche­nArchiv Centrály cestovního ruchu jižní Moravy

Jagdschloss am TeichArchiv Centrály cestovního ruchu jižní Moravy

3 km

6. Jagdschloss am Teich

Ursprünglich diente es als Forsthaus, später wurde es von der Herrschaft bei der Jagd in Anspruch genommen. Das klassizistische Schlösschen am Ufer des Mittleren Teiches (Prostřední rybník) wurde von dem Wiener Architekten Josef Kornhäusel projektiert, der auch für den Gesamtumbau des Schlosses Feldsberg verantwortlich zeichnete.

3,5 km

7. Eisgrub

Eines der meistbesuchten Schlösser in der Tschechischen Republik; der Umbau in die heutige Form im Stil der englischen Gotik erfolgte im Auftrag des Fürsten Alois II. von Liechtenstein. Von seiner ursprünglichen Barockform blieb somit nicht viel erhalten. Im Innenbereich ist bei einem Vergleich mit Schloss Feldsberg gut zu beobachten, wie sich der Lebensstandard des Adels veränderte. Ein interessanter Zeuge der Barockzeit aber ist die künstliche Höhle im Keller des Schlosses, die man sich im Rahmen eines getrennten Besichtigungsrun­dgangs anschauen kann, der im Übrigen auch einen Eindruck von der ausgeklügelten technischen Ausstattung der Residenz vermittelt.

Ein Ausflug nach Lednice kann man noch abwechslungsreicher gestalten durch eine Bootsfahrt auf den Mäandern der Alten Thaya (Stará Dyje), die sich durch einen erhaltenen Auwald schlängelt und Graureihern, Bibern und wunderschönen Schildkröten als letzter Zufluchtsort dient. Die Anlegestellen der Ausflugsboote befinden sich direkt am Schloss Lednice/Feldsberg, am Minarett und an der Hasenburg (Janův Hrad).

Eisgrub

2,3 km

8. Aussichtsturm

Aussicht auf die Lednicer Teiche und die Dominante des Minaretts.

1,5 km

9. Apollotempel

Das auf einem Hang über dem Mühlenteich (Mlýnský rybník) gelegene Empire-Schlösschen ist bei Sonnenuntergang am schönsten. Außen schmücken ihn Figuren der Musen, die von dem ehemaligen Musentempel hierhingeschafft wurden.

Apollotempel

Neuer Hof

1,7 km

10. Neuer Hof

Die Architekten des 19. Jahrhunderts fügten auch die Wirtschaftsgebäude mit viel Gefühl in die Gesamtkomposition der Landschaft ein. Ein Beispiel dafür ist unter anderem der im Empirestil gestaltete Neue Hof, der heute wie schon in früheren Zeiten aus Pferdeställen besteht.

1 km

11. Drei Grazien

Die Statuengruppe der drei griechischen Göttinnen Pallas Athene, Artemis und Aphrodite hat trotz ihrer Bezeichnung mit dem ursprünglichen mythologischen Grazien nichts gemein. Die Grazien nämlich waren die Töchter des Gottes Zeus – Aglaia, Euphrosyne und Thaleia. Die mittlerweile eingebürgerte Bezeichnung aber wird weder ihnen noch der halbkreisförmigen Kolonnade mit weiteren allegorischen Figuren wohl niemand mehr nehmen.

Drei Grazien

 
1,5 km

12. Sv. Hubert

Die dem Patron der Jagd geweihte Kapelle ist der jüngste Bau des gesamten Lednice/Valtice-Areals. Um den gotischen Stil möglichst perfekt nachzuahmen, versahen die Steinmetze die Sandsteinquader der Kapelle mit pseudo-mittelalterlichen Zeichen.

2,8 km

13. Dianatempel (Rendez-vous)

Das der Diana, der Göttin der Jagd, gewidmete Jagdschloss erhielt die Form eines römischen Triumphbogens. Die Liechtensteiner hatten mit diesem Projekt den Erfinder des gewöhnlichen Bleistifts, Joseph Hardtmuth, beauftragt.

Dianatempel (Rendez-vous)

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