© Jaroslav Mareš, archiv CzechTourism

Landesvaters Stadtmauer

Iglau - Trebitsch - Teltsch - Seelau

Weglänge 147 km Zeitdauer 2 Tagen

1. Tag

Jilava ist von Prag knapp einhundertdreißig Kilometer auf der Autobahn entfernt. Die Fahrt nimmt etwa eine und eine Viertelstunde in Anspruch. Wahlweise können Sie auch die direkte Busverbindung benutzen. Der Routenplan rechnet in der Stadt mit der Bewegung von Ort zu Ort zu Fuß. Telč ist 32 Kilometer von Jihlava entfernt. Die Fahrt mit dem Auto oder Bus dauert 40 Minuten.

Am ersten Tag der Tour auf Karls Spuren zu den Schönheiten und in die Geschichte des Hochlands Vysočina besichtigen wir zwei der bedeutendsten Städte dieser Region.

Zuerst besuchen wir Jihlava (Iglau), die älteste sogenannte königliche Bergstadt, deren Geschichte mit Silber geschrieben ist, das in den umliegenden Bergwerken abgebaut wurde. Johann von Luxemburg erwarb Jihlava im Jahre 1311. Noch im Jahre 1325 benannte er es als die erste Bergstadt des böhmischen Königreichs. Von seinem Sohn Karl IV. erhielt die Stadt dann die Bestätigung einer hoheitlichen Stellung in Sachen des Bergrechts.

Wir beginnen die Stadtbesichtigung in den Katakomben von Jihlava, die neben denen von Znojmo zu den ausgedehntesten im Land gehören. Sie sind vor allem durch die angeblichen übersinnlichen Erscheinungen, die dort bisweilen gesehen werden, populär geworden. Der Eingang in dieses unterirdische Labyrinth ist in der Hluboká-Straße. Wenn Sie wieder nach oben gestiegen sind, gehen Sie zum Aussichtsturm der Kirche St. Jakobus der Größere, der Dominante des Jakobsplatzes (Jakubské náměstí). Der 63 Meter hohe Turm wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts fertig gestellt und bietet eine wunderschöne Aussicht in die weite Umgebung. Unweit des Platzes steht das Haus, in dem der berühmte Komponist und Dirigent von Weltruf Gustav Mahler 15 Jahre gelebt hat. im Haus befindet sich eine Ausstellung, die sein Leben und Werk dokumentiert.

Nach dem Besuch der Sehenswürdigkeiten von Jihlava ist die Zeit für das Mittagessen gekommen. Das Hochland ist bekannt für seine Vielzahl regionaler Spezialitäten aus Pilzen oder Kartoffeln, z. B. die Hochländer Pilzsuppe oder die Fladen Vopelky.

Unsere nächstes Ziel ist Telč, die Stadt, die wegen ihres einzigartigen historischen Kerns 1992 in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Diese altehrwürdige Stadt kaufte Karl noch als Markgraf in den dreißiger Jahren des 14. Jahrhunderts frei und übereignete sie wenige Jahre später Oldřich z Hradce (Ulrich von Neuhaus). Unsere erste Station wird das Schloss sein, das zu den Juwelen der mährischen Renaissancear­chitektur gehört. Seine ursprünglichen Inneneinrichtungen sind in sehr gutem Zustand erhalten und viele davon sind repräsentative Beispiele italienischer Kunst auf tschechischem Gebiet. Der Renaissancecha­rakter wurde Telč durch Zachariáš z Hradce (Zacharias von Neuhaus), die bedeutendste historische Persönlichkeit der Stadt, aufgeprägt.

Dann machen Sie einen Spaziergang über den nach Zacharias von Neuhaus benannten Marktplatz. Seine einzigartigen architektonisch vielfältigen Häuser sind hier durch Renaissance-, an anderer Stelle durch barocke Arkaden verbunden. Zu den interessantesten Gebäuden gehören das Bürgerhaus Nr. 15, das Haus Nr. 32 mit spätbarocker Fassade, das älteste Haus am Platz mit Sgraffiti, die Feldherren aus dem alten Testament darstellen, mit der Nummer 61 und das mächtige Gebäude des Rathauses sowie das Jesuitenkolleg. Auch Telč hat seine unterirdischen Räume. Die verwinkelten Katakomben von Telč dienten in der Vergangenheit hauptsächlich als Lagerräume, aber manchmal wurden sie auch der letzte rettende Unterschlupf der Telčer Einwohner vor Feinden. Viele von ihnen sind mit Legenden umwoben. Die Katakomben werden in Form einer unterhaltsamen multimedialen Exposition gezeigt. Der zugängliche Teil ist 150 m lang.

Nach dem anstrengenden Tag gönnen Sie sich ein gutes Abendessen in einem der hiesigen Restaurants.

2. Tag

Třebíč ist 35 km von Telč entfernt. Die Fahrt dorthin dauert mit dem Auto 40 Minuten. Gegebenenfalls können öffentliche Verkehrsmittel benutzt werden.

Den zweiten Tag unserer Tour durch die Vysočina beginnen wir in der Stadt Třebíč, wo Markgraf Karl im Jahr 1335 eine Stadtmauer erbauen ließ. Der größte Touristenmagnet der Stadt ist das jüdische Viertel von weltweiter Bedeutung. Dort beginnen wir auch unseren Bummel durch Třebíč. Die hiesigen geschützten Bauwerke sind die einzigen Kulturdenkmäler, die in der UNESCO-Welterbeliste außerhalb Israels eingetragen sind.

Die nächste Station ist die bedeutsame St.-Prokop-Basilika mit einer außergewöhnlich gut erhaltenen romanischen Krypta. Bemerkenswert ist, dass 2015 gerade dort die Szene der Hochzeit Karls IV. mit Blanka von Valois für den tschechischen biographischen Film über den weltbekannten Herrscher gedreht wurde.

Als nächstes betrachten wir uns den städtischen Turm neben der Kirche St. Martin. Das Jahr seiner Entstehung ist nicht bekannt, aber es muss erst gewesen sein, nachdem Markgraf Karl das Recht zum Bau der Befestigung erteilt hatte. Gerade der zukünftige König und Kaiser hat sich also um dieses Bauwerk verdient gemacht. Der Turm ist 75 Meter hoch, und die Turmuhr gehört zu den größten in Europa. In Třebíč sollten wir das Schloss nicht unbeachtet lassen. Es war ursprünglich ein Benediktinerklos­ter, das während der Regierungszeit Karls IV. zum Zentrum der Bildungsaktivitäten der Region wurde.

Vor der letzten Etappe der Hochlandtour ist es an der Zeit, in einem der stilvollen Restaurants von Třebíč zum Mittagessen einzukehren. Danach erwartet uns nämlich die Weiterreise zu dem eineinhalb Stunden entfernten Želiv, wo die einzigartige Prämonstraten­serkanonie steht. Zu ihr gehört die bereits aus der ersten Hälfte des 12. des Jahrhunderts stammende Mariä-Geburt-Kirche, die während der Herrschaft Karls IV. eine bedeutende Entwicklung durchmachte. Den anstrengenden Tag beschließen wir dann mit einer Besichtigung der Prämonstraten­serbrauerei, bei der Sie Vieles sowohl über die Geschichte des ganzen Komplexes, als auch über das Bierbrauen erfahren werden.

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